18.09.17

Rezesion: Die Nacht gehört dir (Beautiful Idols #1)

Hallo ihr Alle!

Gibt es vielleicht Gossip Girl-Fans unter euch? Dann habe ich das richtige Buch für euch! Ich durfte von HarperCollinsGermany ein Buch rezensieren und möchte mich dafür bei dem Verlag bedanken.

S T E C K B R I E F

Autor: Alyson Noel

Titel: Die Nacht gehört dir (Beautiful Idols #1)

Verlag: HarperCollins ya!

Seiten: 415

Format: Taschenbuch, eBook

Preis: 9,99 Euro

Neugierig?

In der Beautiful Idols-Reihe geht es um eine Kette Nachtclubs in L.A., den Unrivaled-Nachtclubs (dt. Unerreicht). Der Manager Ira Redman startet eine neue Promotion-Aktion und lädt Jugendlich verschiedenster Arten und Herkünfte ein, sich als Promoter in einem seiner Clubs zu versuchen. In einem Wettbewerb müssen sie ihre Raffinesse, Organisation und Ehrgeiz beweisen, denn jede Woche muss mindestens einer wieder gehen. Allerdings winken wöchentlich auch Belohungen, denn die Hälfte der Einnahmen des Clubs, der gewinnt, geht an den zuständigen Promoter. Und wer am Ende noch übrige bleibt bekommt ein ziemlich dickes Preisgeld.

Als Leser folgt man drei der jungen Promoter (Tommy, Layla und Aster) und dem Hollywood Sternchen Madison Brooks. Was diese vier Personen miteinander zu tun haben, erfährt man dann im Laufe der Handlung.

Tommy, Layla und Aster kommen aus sehr verschiedenen Milieus. Aster ist die Tochter reicher religiöser Eltern und wünscht sich aus ihrem goldenen Käfig ausbrechen zu können. Layla ist eine engagierte Bloggern, die allerdings kein Geld hat, um ihr Hobby zum Beruf zu machen. Und Tommy hat eine tiefere Verbindung zu Ira Redman, als dieser weiß.

Sie alle wollen etwas beweisen. Und riskieren dabei alles. 

Ich muss zugeben, dass dieses Buch nicht das war, was ich erwartet hatte. Und gefallen hat es mir auch nicht wirklich. Mir kamen die Figuren recht eindimensional vor, sie hatten ein Ziel, ein Geheimnis und das war es auch schon. Ihre Hintergrundgeschichten waren ebenfalls nicht genug ausgearbeitet, Asters Zwist mit ihren religiösen Eltern kam mir sehr lasch vor, es wurde sich nur auf eine Sache konzentriert und alle anderen Aspekte der Religion wurden ausgelassen.

Schien es am Anfang noch so, als wenn sie moralische Grundsätze hätten und einigermaßen nett wären, hatte sich das bereits in den ersten paar Kapiteln wieder gegeben. Sie kamen mir allesamt recht verzweifelt vor, urteilten viel zu schnell und waren dabei recht gemein.


"Auch wenn sie sich noch so sehr bemühte, stark und kompetent rüberzukommen, erzählten diese traurig nachgemachten Schuhe die Geschichte einer Hochstaplerin, die in einer Welt zu agieren versuchte, die sie nicht verstand." - S. 73, Kapitel 6 


Gemein ist dabei ein gutes Wort, um jegliche folgende Handlungen zu beschreiben. Anders als ich erwartet hatte, ging es mehr darum die anderen Mitstreiter bloß zustellen, als wirklich Strategien für Werbung zu entwickeln. Es war nicht einmal ansatzweise auf Lernen ausgerichtet, sondern nur darum wer cooler war, einen besseren Ruf hatte und damit mehr Kunden in den Club lotsen konnte.

Im Laufe der Handlung wurden alle Figuren zum Äußersten getrieben und die vorhin erwähnte Madison Brooks war sozusagen das Sahnehäubchen der Clubbesucher. Wer sie in seinen Club bekam, hatte praktisch gewonnen. Madison verhielt sich aber auch nicht gerade nett und spielte unsere Promoter wunderbar gegeneinander aus, wobei es ihr um eine Art persönlichen Rachefeldzug gegen die Promi-Branche ging.

Drei Worte die mir zu Madison Brooks einfallen sind: Rücksichtslos, Gewinnorientiert und Hasserfüllt.

Nichtsdestotrotz habe ich das Buch gelesen, denn es war spannend! Der Schreibstil ist sehr angenehm, es gab keine Längen, dafür sehr viele malerische Metaphern. Allerdings beschränkt sich das Spannend auf diese "Wessen-Geheimnis-kommt-als-nächstes-raus"-Spannend und "Wie-skandalös-wird-es-sein"-Art.

"Es gab kein größeres Vergnügen, als zuzusehen, wie das Leben eines Promis aus der Bahn geriet." - S. 273, Kapitel 37 


Mich hat auch gestört, das der Beruf des Journalisten so widerwärtig dargestellt wurde. Natürlich gibt es diese fiesen Paparazzis und gemeinen Klatschblatt-Autoren, aber eben nicht nur.

Ich frage mich im Nachhinein, wer so etwas lesen möchte. Ich meine, ich weiß, dass es diese dunkle Seite gibt und wie gnadenlos das Show-Business sein kann, aber auch noch darüber lesen? Und wie junge Menschen sich gegenseitig fertig machen? Was bitte, hat das für eine Aussage? Mobbing ist okay, solange du dafür Geld bekommst?

Nein, Danke.

Zur Unterhaltung ist das Buch natürlich super und ich konnte immer mitraten was als Nächstes Schlimmes passiert.

Ich habe "Beautiful Idols - Die Nacht gehört dir" 2 von 5 Sterne gegeben.

Alles Liebe, Friederike.

16.09.17

Rezension: Düsterer Ruhm

Hallo ihr Alle!

Ich habe heute einen Schinken für euch. Einen fetten, saftigen Fantasy-Schinken. Auweh, war dieses Buch umfassend! Allein nach der Einführung (Zum Glück, gab es die!) hat mir der Kopf geschwirrt.
Und schlau wie ich war, habe ich mit Band 5 der Reihe angefangen.
Ich habe eine Weile gebraucht, um dieses Buch zu lesen und möchte mich beim Bloggerportal von Randomhouse für ihre Geduld und die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken.

  S T E C K B R I E F 

Autor: Brent Weeks

Titel: Düsterer Ruhm (Licht-Saga #5)

Verlag: blanvalet

Seiten: 864

Format: Klappenbroschur, eBook

Preis: 14,99

Angucken?  

In der Licht-Saga geht es um eine Welt, die Sieben Satrapien, in der Licht in seiner Aufspaltung von Menschen, sogenannten Wandlern, genutzt werden kann. Jeder Farbe ist dabei eine Eigenschaft zugeordnet und in der Regel kann ein Wandler nur eine Farbe wandeln. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen, aber angeführt werden diese Wandler vom Prisma. Das Prisma ist ein Wandler der alle sieben Jahre gewählt wird und dann der oberste Richter der Wandler ist. Dieser ist nötig, da Wandler verrückt werden. Und zwar unter Garantie, denn jedes Mal wenn ein Wandler Licht wandelt, kommt er dem Wahnsinn näher und sollte das Schlimmste eintreten, wird er zum Wicht. Und Wichte sind schlichtweg irre. Das Prisma hat die Aufgabe diese Wichte zu jagen und zu töten, damit sie kein Chaos über die Welt bringen.

Das ist die kurze Zusammenfassung der Reihe. Aber natürlich ist es nicht so einfach. Die Licht-Saga ist mindestens so kompliziert wie Game of Thrones und beschäftigt sich auch mit ähnlichen Themen: Politik, Machtkampf, Gewalt, Krieg, Revolution und natürlich Liebe.

Im Zentrum der Saga steht das Prisma Gavin Guile, der schon zwei Amtszeiten als Prisma dient, was eigentlich nicht passieren sollte. Aber die Welt befindet sich in einem Krieg, denn ein mächtiger Wandler scharrt Wichte um sich, um gegen die Führung zu kämpfen.

Da ich mitten in der Reihe eingestiegen bin, kann ich eigentlich nichts groß schreiben, ohne ein paar gigantische Spoiler zu riskieren, deswegen werde ich es auf die Basics beschränken.

In Düsterer Ruhm stehen mehrere Figuren im Zentrum und jeder repräsentiert eine andere Schicht in der Gesellschaft der Wandler. Und jeder hat eine Aufgabe zu verfolgen, die für den weiteren Verlauf der Handlung wichtig ist und diese maßgeblich verändern könnte. Nicht jede dieser Figuren ist "gut", beziehungsweise "tut Gutes". Manchmal werden sie gezwungen Schreckliches zu tun, was den Figuren eine sehr schöne Dynamik gibt.

Obwohl ich mitten in der Reihe eingestiegen bin, kam ich gut mit. Die Einführung zu Beginn fasst die vorangegangenen Bände zusammen und frischt das Gedächtnis auf. Ich hatte auch sofort ein paar Lieblingsfiguren und habe deren Werdegang eifrig verfolgt. Lustigerweise mochte ich fast alle Figuren, nur ihre Beziehung zu anderen Figuren fand ich nicht ganz so toll.

Allerdings war meine emotionale Bindung nicht so groß wie gedacht, der Schreibstil ist zwar spannend, aber doch recht viel mit Wörtern geschmückt, die ich nachschlagen müsste. Das hat mich ein bisschen gestört und davon abgehalten komplett in der Welt zu versinken. Denn wenn es gerade spannend wird und man mitfiebert und dann ein Wort vor Augen hat, dass man nicht versteht, ist man raus. Dann ist die ganze Spannung weg. Und das ist mir mehr als genug passiert.
Zudem musste man in einigen Gesprächen stark zwischen den Zeilen lesen und das hochtrabende unterschwellige Drohen war manchmal ein bisschen ermüdend.

Der umfassende Weltenbau ist ein weiterer Punkt der mir sehr gut gefallen hat, es hat, wie man so schön sagt "Hand und Fuß", ich habe zwar noch viele Fragen zu den Wandlern, aber in den anderen Büchern werden diese bestimmt beantwortet werden. Es gab für mich keine Logiklücken, alle Fakten haben gut ineinander gegriffen und das Bild perfekt abgerundet.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich die vorangegangenen Bände ebenfalls lesen, denn diese Reihe ist spannend, witzig und absolut magisch.

Dafür das "Düsterer Ruhm" mich so von den Socken gerissen hat, bekommt das Buch 4 Sterne von mir.

Alles Liebe, Friederike.